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Rechtliche Rahmenbedingungen

Auch für die Durchführung von Sanitätswachdiensten bei Veranstaltungen gibt es einige rechtliche Rahmenbedingungen, die sowohl das DRK als auch den Veranstalter betreffen:

Jeder Veranstalter von öffentlichen Großveranstaltungen bekommt vom städtischen Ordnungsamt einige Auflagen, die er erfüllen muss:

Der Sanitätsdienst ist oft eine davon. Ob für Ihre Veranstaltung ein Sanitätsdienst erforderlich ist, können Sie beim zuständigen Ordnungsamt erfragen. Viele Veranstalter buchen jedoch heute auch ohne konkrete Behördenauflagen Sanitätsdienste, um für die Erste-Hilfe bei der Veranstaltung eine professionelle Anlaufstelle zu bieten.

Das Ordnungsamt wird für jede Veranstaltung prüfen, ob ein Sanitätsdienst nötig ist. Dabei wird es sich auf Vorschriften stützen, die z. B. auf folgenden Erlassen / Gesetzen beruhen:

  • Versammlungsgesetz
  • Versammlungsstättenverordnung
  • Straßenverkehrsordnung
  • Gewerbeordnung
  • Ordnungsbehördengesetz

» Sehen Sie hier den "Runderlass zur Planung und Durchführung von Sanitätswachdiensten bei Veranstaltungen" des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW. (betrifft Veranstalter und das DRK)

Hat das Ordnungsamt einen Sanitätsdienst zur Auflage gemacht, muss sich der Veranstalter um selbigen kümmern und kann sich dann an das DRK wenden.

Das DRK plant die Sanitätswachdienste dann nach festgelegten Leitlinien:
» Leitlinien zur Planung und Durchführung von Sanitätswachdiensten bei Veranstaltungen (DRK-Landesvorstand, 30.01.2001)

Das DRK ist ebenfalls bei der Durchführung an einige Gesetze und Leitlinien gebunden:

  • Rettungsgesetz NRW (z.B. Besatzung von Rettungsfahrzeugen)
  • Medizinproduktegesetz (betrifft Sanitätsmaterial und Personal)
  • diverse Ausbildungs- / und Prüfungsverordnungen für die Ausbildung des Personals (Sanitäter, Rettungshelfer, Rettungssanitäter, Rettungsassistenten, (Not-)Ärzte usw.
  • Leitlinien zur Durchführung von Sanitätsdiensten
  • "Maurer-Algorithmus" zur Bestimmung von Material-/Personalaufwand

Die Einhaltung der Leitlinien und Gesetze bringt für den Sanitätsdienst ein hohes Qualitätsniveau.

Um diese Gesetze erfüllen bzw. die Leitlinien strikt beachten zu können, ist heute ein enormer finanzieller Aufwand nötig.

Dabei entfällt ein großer Teil auf das medizinische Material und die Rettungsfahrzeuge usw.: Anschaffungskosten, Wartungskosten und Kosten für sicherheitstechnische Kontrollen.

Das Personal muss entsprechend den Ausbildungs-/ Prüfungsverordnungen aus-/ fortgebildet werden. Zu erwähnen ist dabei aber insbesondere, dass die Helfer bei den Veranstaltungen ehrenamtlich arbeiten. Das bedeutet, dass sie selbst keinen Lohn für die Arbeit erhalten!! Personalkosten, die erhoben werden, decken nur die o.g. Kosten!

Während länger andauernder Veranstaltungen müssen die Sanitäter verpflegt werden, sofern keine Verpflegung vom Veranstalter gestellt wird. Es fallen dann also für das DRK noch Verpflegungskosten an.

Bitte haben Sie daher als Veranstalter einer (kommerziellen) Veranstaltung Verständnis dafür, dass wir den Sanitätsdienst nicht völlig kostenlos anbieten können!